Social Striptease. Das Ende der Stange.

Als Social Media Manager kann ich aus dem Stegreif ein Seminar zu Content Marketing oder Community Management geben. Das Beobachten der privaten Nutzung von sozialen Kanälen in meinem Netzwerk ist mir jedoch teilweise schleierhaft. Zugegeben, ich bin eher der extrovertierte Typ. Aber darüber hinaus ist mein Verständnis von Social ohnehin eher offener Natur. Das wird auch der Grund dafür sein, warum ich den Job mache, den ich mache. Meine Faszination für Social Media liegt begründet in der Möglichkeit, mich als Mensch ganz zu zeigen und noch mehr darin, Menschen ganz zu sehen. Ich interessiere mich für sie.

Die Zurückhaltung – oder noch schlimmer – eine komplette Eindimensionalität mancher User verstehe ich nicht. Man geht doch auch nicht mit Pudelmütze in die Sauna. Diese One-Topic-Poster nerven. Nicht, weil ich ein unbefriedigter Voyeur bin, sondern weil ich selektierte menschliche Ausschnitte und persönliche Hochglanzposter nicht mag. Ist das Leben wirklich so langweilig, dass es nur aus Job, nur aus politischer Gesinnung, nur aus Sport, nur aus Hund, nur aus Katze oder nur aus Urlaub besteht? Zeig dich doch ganz, Mensch!

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Unter jedem Stein?

Nein, beschweren möchte ich mich nicht. Nicht darüber, dass seit Tagen die Amtsstuben von Wutkatholiken in einer höheren Schlagzahl angepilgert werden als das sonntägliche und gemeinschaftlich zelebrierte Naschen am Leib Christi (vor den Augen von Kindern!), um dem Stab des Hirten die Gefolgschaft zu verweigern.

Nein, die Menschen treten aus der Kirche aus und wollen ein Zeichen setzen. Ein Zeichen gegen Protz, gegen die Zeiten und für die Zeit. Ein Zeichen gegen die
Verkennung von Hochamt mit Hochmut. Tebartz-van Elst ist dabei nichts weiter als eine bemitleidenswerte Symbolfigur. Leider wird er diese auch bleiben. Leider wird es mit einem Zeichen getan sein. Schon wieder.

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