Groß, Mutter.

Liebe Oma,

unsere Welten hätten unterschiedlicher nicht sein können. Ich, der Luftikus, der Künstler, das Sorgenkind und der Wagehals, der in die Weltgeschichte auszog, um sein Glück zu suchen. Du, die Geerdete, die Konstante, die Sauerländerin und Bodenbeständigkeit in Person, die immer genau wusste, wo ihr Glück liegt. Du warst das fleischgewordene „Schuster, bleib bei deinen Leisten“. Und ich der Springinsfeld, der seit immer versucht aus den Leisten des Schusters irgendwie ein Floß zu zimmern, um seinem Traum entgegen zu rudern. Genau diese Gegensätze haben unsere Verbindung zu einer so Besonderen gemacht. Ein unkaputtbares Band zwischen unstet und beständig und doch mit Sollbruchstelle zwischen Sorglosigkeit und Sorge.

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Von Anfang an warst Du für mich mehr als Oma. Bereits als Dreikäsehoch war ich bereit dazu, für Dich die Grenzen der Gesetzgebung zu überschreiten. Als ich knapp drei Jahre alt war und Dich nicht finden konnte, bin ich nackig, bzw. nur mit Unterhemd bekleidet und mit einer Wasserpistole bewaffnet, die Straße runter zum Tante-Emma-Laden gelaufen, habe mich vor die Kasse gestellt, gezielt und gerufen: „Hände hoch, wo is meine Oma?“ Immer noch – auch 36 Jahre später – auf jeder Familienfeier ein gerne erzählter Schwenk.

Du bist gegangen. So wie Du gehen wolltest und so wie Du gelebt hast: konsequent. Kein Tamtam, keine Fisimatenten, keine Sperenzchen. Einfach umfallen. Von einer Sekunde auf die Andere. Mucksmäuschenstill. Deine größte Angst waren Krankenhäuser, Ärzte, Chemo, Schläuche und Maschinen. Es blieb Dir erspart. Gut, die Zipperlein des Alters, Knie sind kaputt und man kommt schwer hoch. Ist Mist. Aber die große Abschiedstournee, von MRT bis Intensivstation, musstest Du nicht spielen. So wolltest Du es. Du bist einfach umgefallen. Von einer Sekunde auf die Andere. Keine Schmerzen, kein Leid, nicht mal Zeit für die Bewusstwerdung darüber, dass Dein Körper nach fast 87 Jahren und Millionen Schritten, den einen, den nächsten Schritt, einfach nicht mehr schafft. Kein Tamtam. Nur Gnade.

„Ruf dringend an.“

Die Telefonate der Familie finden meistens in den Abendstunden statt. Wenn der Tag geht und das Tagwerk getan. Wenn um 9 Uhr in der Früh die Familie klingelt, dann ist meistens was passiert. Meistens nichts Gutes. Genau wie bei Opa. Genau wie vor fast genau drei Jahren. Dasselbe Spiel. Ich bin wach, sehe die Nummer der Eltern auf dem Display und gehe nicht ran. Ich will nicht. Ein paar Sekunden später die Nummer von Papas Handy. Ich gehe wieder nicht ran. Wir haben ja gerade erst vor drei Tagen Deine Schwester beerdigt. Es ging Dir nicht gut. Ich ahne nichts Gutes.
Dann die SMS: „Ruf dringend an.“
Mache ich.
„Die Oma ist tot.“

„Kudos, my hero, leavin´ all the best.“ (Dave Grohl)

Genau wie damals bei Opa höre ich in Dauerschleife „My Hero“ von den Foo Fighters und schreibe mir alles raus. Für Dich. My Hero. She´s ordinary. Und das warst Du. Eine einfache Frau, eine Heldin der Gewöhnlichkeit, die in einer Welt – voll von Zombies auf der Suche nach Außergewöhnlichkeit und Spatzen – die Taube in der Hand so sehr zu schätzen wusste, dass die Anderen sich doch um den ollen Spatz auf dem Dach kloppen sollen. Juckte Dich nicht.
Ich bin ein Getriebener. Rastlos. Gedankenrummel. Synapsenkirmes. Zu oft drüber. Wofür ich Dich immer bewundert habe, was für mich immer Wehwehchen-Wellness und Seelen-Spa war und was ich vielleicht eines Tages lerne: Deine Ruhe stiftende Zufriedenheit. Mit Dir zu sitzen und zu essen war mein Yoga. Mein Zen. Mein Hero.

Weil Du ein Kind Deiner Zeit warst, hast Du mir die Zeit als Kind so schön wie möglich gemacht. Mit Dir und Deiner Generation gehen die letzten Menschen, die einen Weltkrieg überlebt haben. Und den Mangel danach. Steckrüben. Jahrelang. Was hat meine Generation überlebt? Die Trennung von Take That, H-Milch und weißes Brot. Aus dieser Lebenserfahrung – geprägt von Mangel und Verzicht – resultierten auch Deine legendären, staatsfrauischen Ansprachen zu Tisch, in Schürze und mit erhobener Suppenkelle, wenn Dich was verärgert hat. Und Dich hat einiges verärgert. Zum Beispiel, wenn einer aus der Familie in den Urlaub fuhr und ein Hotel buchte. Dann sagtest Du: „Inne Weltgeschichte de teuren Hotels bezahlen und zuhause stehn de Betten kalt.“ In der Weltgeschichte für ein Bett Geld zu bezahlen wenn im Schlafzimmer eines ist, wo man umsonst drin schlafen kann? Für Dich komplett sinnlos. Völlig bekloppt.
Witzig und verständlich zugleich. Generation Mangel und Verzicht traf auf Generation Überfluss und Verfügbarkeit.

Wenn Dir Wörter zu kompliziert waren oder Du damit einfach nichts anfangen konntest, hast Du aus Substantiven wie „Smartphone“ gerne ein Verb gemacht. Was tut man mit Smartphones? Drauf drücken. Zu drücken sagtest Du tippen. Also war ein Smartphone für Dich einfach ein TippTipp. „Kannse nich ma 5 Minuten das TippTipp da ausmachen.“ Oder beim essen: „Ker, jetzt lass de Finger davon.“

Deine Rhetorik. Weltklasse.
Wenn der Schiedsrichter mit Freistoßspray die Linie zog: „Guck, da isser wieder mit seinem Sahnetöpfchen.“
Wenn ich zurück nach Hamburg fuhr: „Hier hasse n bissken Taschengeld. Aber kein Hasch von kaufen. Dann werd ich stinkig.“
Legendär:
Oma: „Kannste im TippTipp gucken wie nächste Woche es Wetter wird?
Ich: „Klar, welchen Tag willst Du wissen?“
Oma: „Donnerstag, da krieg ich Rente.“
Ich: „Die überweisen auch wenn es regnet.“
Oma: „Ich weiß. Aber wenn es Geld gibt, will ich schönes Wetter.“

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Standing Omavations.

Du hattest diese Gabe, die großen Probleme der Welt mit einem einzigen, kernigen und westfälisch-trockenen Satz einfach umzunieten. Donald Trump? „Den sollen se mit seinem orangenen Kopp und diese roten Krawatte ma inne Stierarena reinstellen, den ollen Zirkusdirektor.“ Problem gelöst. Stier regelt.
Rassismus? Als ich Dich mal fragte, wie Du es finden würdest wenn ich eine schwarze Freundin mit nach Hause bringe, sagtest Du: „Ist doch´n Kind Gottes.“ Problem gelöst. Gott regelt.
Vor meinem ersten Fußballtraining, als ich sechs war, hast Du mir folgenden Tipp gegeben: „Denk dran, Junge. Erst den Mann, dann den Ball.“ Problem gelöst. Grätsche regelt.

Und überhaupt, Fußball. Wie konntest Du nur Bayern-Fan werden? Was ist denn da passiert? Du wurdest als Kind doch geliebt. Geschenkt. Du hast leidenschaftlicher Fußball geschaut als jeder Ultra. „Ker wat spielen die sich da ne Scheiße zusammen.“ Wenn die Nationalmannschaft bei großen Turnieren ins Elfmeterschießen musste, hast Du es vor Nervosität nicht ausgehalten, bist rausgegangen, die leere Straße rauf und runter getigert und hast auf den Jubel aus den Häusern gewartet.
Wenn ich ein Tor in einem Ligaspiel geschossen habe, gab es fünf Mark. Ein Mal habe ich von Onkel Günter einen Zwanziger kassiert, für vier Tore in einem Spiel. Die Woche darauf noch einen Zehner von Dir, für zwei Tore in einem Spiel. Dann hast du als Achtjähriger auf ein Mal 30 Mark auf der hohen Kante und fühlst dich wie Jeff Bezos. „Oma, ich gehe jetzt zu Mercedes und kauf das Cabrio. Ich hab hier 30 Mark.“
Was kostet die Welt? Ein gutes Gefühl.

Omalphatier.

Allen ein gutes Gefühl zu geben, war Dir das Wichtigste. Mit Deiner unbändigen Aufopferung und Hingabe warst Du der heimliche Leader of the Pack. Du hast dir hauptberuflich Sorgen gemacht. Egal wie Du dich gerade fühltest und welche Sorgen Dich gerade plagten. Drei Dinge waren wichtig: Alle sind satt. Alle fühlen sich gut. Alle haben Arbeit. Ich weiß noch, wie ich Dir voller Stolz am Telefon erzählte, dass ich als Comedian meine erste vierstellige Gage bekommen habe und für einen Auftritt 1.000€ erhielt. Du sagtest: „Schön, aber such dir ma ne richtige Arbeit.“

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Zutat Zuversicht.

Kochen. Da machte dir keiner was vor. Über 70 Jahre Erfahrung am Herd. Du hättest die Mälzers, Raues und Lafers dieser Welt an die Wand gebraten. Kitchen? Omapossible! Es gibt eine Zutat, die keine Topgastronomie und keine Sterneküche im Gewürzschrank hat: Heimat. Eine Messerspitze Mut hier. Ein Teelöffel Trost da. Eine Prise Permanenz oben drauf. Menü Zuhause.

Führwahr, unsere Welten hätten unterschiedlicher nicht sein können. Du im Sauerland. Ich auf St. Pauli. Als ich auf den Kiez gezogen bin, warst Du wenig begeistert. „Hömma, bist Du bekloppt? Zwischen de Miezen und Totstecher da?“
Dein Witz, mal subtil, mal ungewollt, war reines Gold. Auch Deine rhetorischen Perlen werden fehlen.

Im Himmel gibt es morgen Sauerbraten.

Liebe Oma, ich bin so traurig, dass Du gegangen und gleichzeitig so glücklich, dass Du hier gewesen bist. Bei uns. Bei mir. So lange. 39 Jahre meines Lebens. Ein Privileg. Ich habe immer allen Freunden, Bekannten und Weggefährten allenthalben von Dir erzählt, und wie wichtig Du mir warst. Jeder, den ich kenne, kennt eine Geschichte über Dich, eine Redewendung von Dir oder hat ein Stück Deines Nusskuchens gegessen.
Hätte ich mir meine Oma unter 3,5 Milliarden Frauen auf der Welt aussuchen können, ich wäre zielstrebig auf Dich zugegangen. Erkannt hätte ich Dich an der Schürze und der erhobenen Suppenkelle, wie Du gerade ein Instagram Model mit ihrem Tipp-Tipp in der Hand zurechtstutzt: „Ker, jetz lass de Finger davon!“
Es hätte mich nicht besser treffen können.

Du warst die Beste.
So einfach und so Groß, Mutter.

In Liebe und tiefer Dankbarkeit,
dein Enkelsohn Andre.

Wenn Belmondo zwei Mal klingelt.

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Bei meiner Familie gibt es zwei Mal im Jahr Sauerbraten. An hohen Feiertagen. Dem ersten Weihnachtsfeiertag und Schützenfestsonntag. Da mache ich mit. Lecker. Bei mir kommen noch zwei hohe Feiertage im Jahr dazu. Dieser eine Tag im Frühjahr und dieser eine im Herbst, wenn die neue Kollektion von Belmondo erscheint und der Postbote mit frischem Schuhwerk zwei Mal klingelt. Hurra! Letzte Woche war es wieder soweit. Päckchen da, auspacken, boom! Ein Traum in Lack. Zwei in Chelsea Boots. Der Reihe nach.  Read More

Deutsche Fahne, schwere Fahne.

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Alle Jahre wieder, genau genommen alle zwei Jahre wieder, soll ich mich gefälligst schlecht fühlen. Immer dann, wenn Fußballer unterschiedlicher Nationen unter unterschiedlicher Beflaggung in Reih und Glied zur Hymne antreten, um anschließend den von nepalesischen Kindern genähten Nichtangriffspakt mit Füßen zu treten, drehen die jungen Linken komplett durch.

Entartete Kunst
Die linksintellektuelle Arroganz, die mir in Studientagen (Politik, KoWi, Soziologie) schon bizarr vorkam, wenn zu billigem Tetrapack-Rotwein aber teurem Fairtrade-Kaffee inbrünstig über Max Weber gestritten und Karl Marx vermisst wurde, während der WG-IM nur Tocotronic und Ton, Steine, Scherben in seinem CD-Spieler erlaubte, wird mir von Turnier zu Turnier immer suspekter.

Wie ein radikalisierter Veganer, der eine Pfanne nicht benutzt wenn darin schon totes As gebraten wurde, verteidigte man das Hoheitsgebiet der HiFi-Anlage zu geduldeter Kunst und an der Wand hing eine gebatikte Weltfriedensflagge – von dem letzten Trip nach Goa.

Finden wollte man sich selbst. Gefunden hat man die Scheisserei.
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Wolle Neurose kaufe?

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Wir sind wahnsinnig. Komplett irre. Alle. Um in dieser Welt zu überleben braucht man Mechanismen, die Halt geben, da Haltlosigkeit zum Diktator unseres Daseins wurde. Die Frage lautet nicht ob wir bescheuert sind, sondern: Wie schlimm ist es? Beim Einzelnen.

Ich fange mal an und schreibe Macken nieder, die meine guten Freunde kennen. Meine Facebook-Freunde nicht. Facebook ist so oder so eine ziemlich perfide, hinzugefügte Freundin. Sie gibt uns das Gefühl nicht alleine zu sein und lenkt unser Leben vor zu viel Leben ab. Das könnte ja schief gehen. Und wehtun. Eigentlich wie analog. Liken ist digitales Schmusen. Der Share eines Postings wie überragender Sex.
„Alter, geht viral!“ Der multiple Sharegasmus. Heil Zuckerberg.
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St. Pauli. Mein bisschen Frieden.

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Hamburg, Hafen. Du bist mein Zuhause, mein Kiez, mein St. Pauli. Es ist an der Zeit, dass ich Dir einige Zeilen widme. Denn wie oft bin ich bereits umgezogen, mit meinen 37 Jahren? Bestimmt zehn oder elf mal. Innerhalb der Städte mitgerechnet. Meschede, Münster, München, Mallorca, Marbella. Moment mal. Mich macht mein magnetisches Muster mit M-Metropolen mürrisch. Monotone Macke? Macht Magdeburg Magen-Darm?
Egal. Dann kamst Du! Hamburg, St. Pauli, Du Miststück. Merde.

Dieses Wikipedia sagt, Du bist 2,3 km² groß und damit gehörst Du in das Guinnessbuch der Rekorde, als größtes Herz der Welt. Du nimmst jeden und jeden, wie er ist. Sogar mich. Und diese Wohnung, an der Klappe Deiner Pumpe und mit Blick auf die Reeperbahn, die gebe ich so schnell nicht mehr her.
Der Typ rechts von mir legt sich abends eine Matratze auf den Bürgersteig und wird morgens geweckt, von dem Typ links von mir, bevor der in seinen 911er-Porsche steigt. Unter mir ist um 14 Uhr der Vormittag. Über mir ein Speicher, mein Spielzimmer. 50 Shades of Kramer. Zuckerbrot ist alle.
Der Kioskbesitzer nebenan glaubt an Mohammed, die Vertreter der Heilsarmee schräg gegenüber an Jesus Christus und ich an Charles Darwin. Und Du? Du hast uns einfach alle gleich lieb. Gleich gut.  Read More

Grüß Gott, du Teufelskerl.

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Lieber Opa Anton,

was hast du nur für einen Ritt hingelegt. Was für ein Leben. Ok, dieses letzte halbe Jahr wäre nicht nötig gewesen. Diese Krankheit, diese Schmerzen, dieser gottverdammte Krebs. Aber was machst du alter Haudegen? Du schlägst gestandenen Rock-, Pop- und Filmstars wie Lemmy, Bowie und Altmann ein Schnippchen, nimmst ihnen geschmeidige 17 Jahre ab und läufst mit 86 ins Ziel. Du Teufelskerl.

Du hattest 85,5 gute Jahre, in denen du nicht eine Tablette genommen hast und nie zum Arzt oder ins Krankenhaus musstest. Wer kann das schon für sich behaupten? Was für ein Segen. Ich hätte dir gewünscht und du hättest es verdient gehabt, wie Udo Jürgens beim Spaziergang einfach umzufallen. Schmerzfrei. Diese Gnade. Aber es sollte nicht sein. Die letzten 6 Monate waren für die Katz. Jetzt hast du es geschafft. Frieden. Read More

#IBES – Die Dschungelkandidaten im Social Media Check 2016

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von Sebastian Merget & Andre Kramer

Hier ist er wieder: Der alljährliche Check der Social Media Kanäle aller Teilnehmer des Dschungelcamps. Damit für Freitag Abend alles parat, griff- und klickbereit liegt, sind alle offiziellen Links für euch zusammengetragen. Der altbekannte Hashtag lautet: #IBES

Gunter Gabriel:

Wenn man sich das Video von „Big G“ auf Facebook ansieht, muss man nicht mal den Ton anstellen um zu bemerken, dass der Dschungel den Gunter wirklich gebrochen hat: zerzaustes Haar, verschwitztes Shirt, Zahnlücke. Ein paar Sekunden später fällt allerdings auf, dass das Video vom 11. Januar 2016 ist und der Gunter nun mal wirklich so aussieht, wie er so da steht. Heißt im Klartext: der blonde Engel mit der 5-saitigen Harfe auf Pump ist noch nicht mal im Paradies angekommen, sieht aber so aus, als hätte er geradewegs die Abzweigung in Richtung Hölle genommen! Keine Frage, das wäre fatal, versprach ihm die Wahlheimat Adam’s und Eva’s doch neben Frauen und Badewasser noch vier weitere Dinge, die der Papageno der hiesigen Justizvollzugsanstalten so dringend braucht, wie der Teufel kein Weihwasser: Kohle, Asche, Penunzen und Moneten. Es ist also nicht verwunderlich, dass Mister Gabriel – der sich selbst am liebsten mit Johnny Cash des Nordens im Spiegel begrüßt – das Abenteuer Down Under als „Track seines Lebens“ sieht. Und das er die Melodiestimme dazu singen wird. Und die Hookline. Und produziert wird der Kack selbstverständlich auch von mir. Also von ihm. Sie wissen schon. Wie auch immer: auf, äh: unter dem Strich hat Gunter auf jeden Fall das Zeug zum Stinkstiefel des diesjährigen Dschungelcamps und es wird interessant zu beobachten sein, ob Jenny Elvers zur Flasche greifen muss (nein, wir meinen nicht Mr. Ortega), wenn sie nach dem großen Gunter mal für kleine Mädchen muss. Read More

Die Formel der Authentizität.

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Menschen sterben jeden Tag, auch welche die wir kennen. Nicht unmittelbar aus unserem Bekanntenkreis oder der Familie, aber indirekt kennen wir sie. Jedes Mal wenn in der Tagesschau das Hintergrundbild auf das Portrait eines Menschen in schwarz-weiß umgestellt wird, wissen wir, dass es Schauspielerin x, Schriftsteller y oder Musiker z erwischt hat und das finden wir jedes Mal mehr oder weniger schade. Wir werden sie nicht mehr spielen sehen, werden keine neuen Bücher mehr von ihnen lesen und das neue Album wird ein Best Of des Alten sein. Es gibt zwei Todesmeldungen von Menschen, denen ich niemals die Hand schütteln durfte aber bei denen ich mir das Weinen nicht verkneifen konnte: Udo Jürgens und Helmut Schmidt.  Read More

Autumn Calling!

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Man sollte meinen, dass das Ende des Sommers einen nicht gerade in Freudensprünge versetzt. Ok, ist ja auch so. Beim Auspacken, Anprobieren und Laufen auf bzw. in zwei Schuhen der neuen Kollektion von Belmondo, kann ich nur sagen: Hurra, der Herbst ist da.

Eine der Stiefeletten ist ein Chelsea Boot, jedoch fühlen sich Beide nach London an. Einfach Gentlemanlike. Mit Schwarz kann man im Herbst/Winter grundsätzlich wenig falsch machen. Was mir bei diesem Modell besonders gefällt ist das glänzende Leder. Dadurch lassen sie sich mannigfach kombinieren und die Belmondo Chelsea Boots sehen nicht nur an schwarzen Chinos – mit oder ohne Sakko – sondern auch mit Anzug überragend aus. Insbesondere bei schmal geschnittenen Hosen, denn im Gegensatz zu anderen, spitz zulaufenden Stiefeln, sind diese vorne nicht übermäßig in die Länge gezogen. Darüber hinaus sind sie wahnsinnig bequem und das weiche Leder passt sich sehr schnell der Form des Fußes an. Ich habe sie einen halben Tag getragen und sie Sie sind jetzt schon ein absoluter Klassiker meiner Schuhsammlung.  Read More